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IHR LANDSTYLE MAGAZIN

Gut Fussberg

Hof Fussberg-Laden
Foto: Jiri Hampl

 

Gut Fussberg

Wo Waltraud und Fridolin Narrenfreiheit haben

Gut Fussberg liegt auf einem Hügel bei Kamerich, von dem man einen schönen Ausblick auf die umliegenden Weiden und bis nach Ruppichteroth hat. Hier wohnt mit seiner jungen Familie der Landwirt Lukas Tölkes, der sich der artgerechten Tierhaltung und der Herstellung hochwertiger Bio-Lebensmittel verpflichtet hat. Auf seinen 100 Hektar weiden 50 Kühe, 100 Gänse und 900 Hähnchen; auf den Feldern, die ausschließlich ökologische bewirtschaftet werden, wächst das Tierfutter. Von alldem können sich die Verbraucher selbst überzeugen. Lukas Tölkes ist durch und durch ein moderner Bauer. Er weiß, dass neben den nötigen landwirtschaftlichen Fachkenntnissen auch die Präsenz seines Bauernhofs in den sozialen Medien wichtig ist. Immerhin gewann er mit seinem Youtube-Kanal, auf Instagram und Facebook die Hälfte seiner Kunden. Er lässt Interessierte fast täglich an seinem Bauernhofleben teilhaben.

Der Hofladen

„Vor kurzem haben wir einen Hofladen eröffnet“, erzählt Tölkes. „Er ist gut angelaufen, es kommen immer mehr Leute. Heute gibt es frisches Rindfleisch, nächste Woche frische Hähnchen, danach wieder ein anderes Frischfleisch – das wird gern angenommen.“ Dem sympathischen Landwirt macht der Kundenkontakt sichtlich Spaß. Ohne aufdringlich zu sein, geht er auf seine Kunden zu, hilft, berät: „Der Aufenthalt auf dem Gut soll die Leute entschleunigen.“ Wer mit Kindern kommt, kann erst mal Kaninchen streicheln oder sich die Rinder angucken. Und während die Kinder im Sandkasten buddeln oder sich auf der großen Wiese neben dem Hofladen austoben, können die Eltern in Ruhe ihren Einkauf erledigen. Der Laden ist nicht groß, aber angeboten wird hier allerlei: regionale Produkte, Eier, Gemüse, Obst und Kräuter in Bioqualität. Der wunderschöne farbige Mangold z.B. kommt vom benachbarten Eichhof. „Wir versuchen, das Gemüse aus NRW zu bekommen, regional und saisonal. Deswegen gibt es bei uns keine Gurken mehr, die Saison ist vorbei. Wenn es alles das ganze Jahr über gibt, dann kann man keinen mehr mit etwas begeistern.“ Das Hauptgeschäft machen nach wie vor das Fleisch und die Fleischprodukte, die in großen Kühltruhen übersichtlich sortiert sind: Bio-Hähnchen, Rindfleisch, Gänse vor Weihnachten, auf Bestellung Wild aus Ruppichterother Umgebung. Über die Schlachttermine (bei Hähnchen alle vier Wochen) kann man sich über die Internetseite, Facebook oder per Newsletter informieren.

Aller Anfang ist schwer

„Im Alter von gerade mal zwanzig Jahren habe ich den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Ich habe den Beruf gelernt, so wie mein Vater, habe viele Fehler gemacht, aber man wächst damit“, gesteht Tölkes. „Es reicht nicht, 100 Prozent zu geben, wenn man einen Betrieb erfolgreich führen will, müssen es mindestens 110 Prozent sein. Man muss an sich glauben. Wenn es so weitergeht wie bisher, dann war es die absolut richtige Entscheidung.“ Lukas Tölkes probiert gern neue Wege aus. Vor vier Jahren hat er als erster Landwirt in NRW auf kleiner Fläche Hanf angebaut. Mittlerweile bewirtschaftet er Nutzhanf auf 4 ha, wobei nur Sorten mit einem extrem niedrigen THC-Gehalt verwendet werden dürfen. Eine Ölpresse wurde besorgt und bald wird man im Sortiment auch Hanföl finden. Inzwischen ist Hanf seine Lieblingsfrucht, sie kann alles und hat als Nahrungsmittel enorm viele hochwertige Inhaltsstoffe. Nächstes Jahr wird eine neue, vier Meter hohe Sorte für Hanftee angebaut. Sobald der Hofladen rundläuft, kommt der weitere Schritt. „Als Nächstes planen wir einen Onlineshop.“ Sein Enthusiasmus, wenn er über seine vielen Ideen spricht, ist ansteckend. „Wir als Eltern, die das zweite Kind erwarten, fragen uns, was man seinen Kindern hinterlässt. Wir halten unseren ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich. Ich sage, esst zweimal im Monat Fleisch, dafür aber bewusst ein richtig hochwertiges, das von einem Hof kommt, wo es den Tieren gut geht. Leider ist Fleisch für viele immer noch ein Statussymbol.“ Auf Gut Fussberg hält die Familie zusammen, auch die Großeltern helfen überall mit. „Ich bin beschleunigt hier, habe positiven Stress“, sagt Tölkes lächelnd.

Öffnungszeiten Hofladen:
Fr. 15-18 Uhr, Sa 10-13 Uhr Adresse: Zum Fussberg 1,
53809 Ruppichteroth
Tel.: 02295-9299356 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.gutfussberg.de

 

Hawaii

Hawaii
Foto: Manfred Zaude

Hawaii

 

Text und Bilder Manfred Zaude, Reisebüro Wisser

Paradies oder Hölle? „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ – ein Hit aus den 60er-Jahren von Paul Kuhn. Seinerzeit war Hawaii ein Traum – fast unerreichbar! Heute kann der Traum in Erfüllung gehen, wenn auch mit langer Anreise. Wir flogen von Frankfurt nach Los Angeles (zwei Übernachtungen) und von dort ging es nochmal 6,5 Flugstunden zu unserem Traumziel Hawaii. Die Erwartungen waren hoch! Hawaii, ein Synonym für das Paradies: hohe Wellen zum Surfen, türkisblaues Meer, weißer Strand, Hula Hula – aber auch die Hölle ist hier zu finden, die Vulkane. Und besonders reizte mich die Lava Viewing Area bei Kalapana auf Big Island! Hier ist wieder der Spirit zu spüren, den ich auf anderen Vulkanen (Ätna und Stromboli) gespürt habe. Und es gibt doch Bier auf Hawaii! Aber alles der Reihe nach …

Von den Aloha-Inseln hatten wir für unseren Aufenthalt drei ausgesucht: O‘ahu – hier wollten wir natürlich Honolulu, Waikiki Beach, Pearl Habour und Waimea mit seinen berühmten Wellenreitern sehen –, Big Island und Maui. Big Island war unser Hauptziel wegen der Lavafelder und der Vulkane. Als Ausgangspunkt wählten wir die Stadt Hilo im Osten der Insel. Von hier aus ist es nicht sehr weit zum Mauna Kea, dem mit 4205 m höchsten Berg der Insel. Vom Meeresboden aus gemessen ist er mit mehr als 10.000 m sogar der höchste Berg der Welt! Südlicher davon liegt der Mauna Loa mit einer Höhe von 4160 m in einem “Hawai‘i National Vulcano Park”. Selbstverständlich durfte auch das Waipi‘o Valley nicht fehlen – mit dem meistfotografierten Ausblick auf Hawaii. Ein geheimnisvolles Tal voller Geister und Legenden mit einem riesigen Wasserfall, den man über eine unglaublich steile Abfahrt (nur mit Allradfahrzeugen erlaubt) in das Tal erreichen kann.

Lesen Sie weiter in der aktuellen Ausgabe. Auslagestellen

Hawaii Zaude

 

Ich bin dann mal offline

Ich bin dann mal offline

K O L U M N E von Janika Hampl

Ich bin müde geworden. Müde davon, immer erreichbar sein zu müssen. Immer up to date. Immer neidisch. Immer überfordert. Immer unzufrieden. Immer online. Das gefällt zwar vielen meiner Freunde nicht, doch ich kann nicht mehr. Sorry Leute, aber falls mich einer sucht, ich bin jetzt offline. 

Ich sitze gerade im Flieger nach Mallorca. Typisch für eine 22-jährige Deutsche. Nicht so typisch allerdings, dass kein Handy im Reisekoffer ist (auch nicht in der Handtasche!). Ich habe die Suchtbeziehung mit meinem Smartphone vor einer Woche beendet; sie hat mich psychisch kaputtgemacht. Und ich muss zugeben, mir geht‘s verdammt gut damit! 

Bis zur (Ent)scheidung war es ein langer Weg. Wenn ich kein Smartphone habe, kann ich ja gar nicht mehr sehen, wie viele Verspätungen und Ausfälle die Deutsche Bahn hat. Ich kann mir keine deprimierenden Nachrichten mehr auf dem Weg zur Arbeit durchlesen. Keine wunderschönen Photoshop-Gesichter und ihr perfektes Scheinleben beneiden. Und nicht mehr alle fünf Minuten auf das Gerät glotzen, ob mir nicht einer meiner hundert Kontakte „Was geht?“ geschrieben hat. Wie man sieht, war die Entscheidung letztlich doch sehr einfach.

Und jetzt? Ich bin relaxed, meine Freunde sind verärgert. „Was, kein Smartphone? Du grenzt dich ja ganz schön aus. Ich habe keine SMS-Flat, um dir auf dein Steinzeit-Handy zu schreiben. Das ist egoistisch, wie sollen wir dich weiterhin erreichen? Oder willst du nichts mehr mit uns zu tun haben?“, lachen sie mich aus. „Ach Freunde, easy-peasy. Ruft doch an, schreibt mir eine SMS für neun Cent oder kommt vorbei; wir trinken einen Kaffee zusammen“, sage ich lächelnd. An der Flat sollte unsere Freundschaft nicht scheitern, oder etwa doch? Keine Ahnung, das muss ich noch herausfinden. Jedenfalls bin ich seitdem deutlich entspannter, nehme meine Umgebung viel mehr wahr und selbst das Warten stresst mich nicht mehr. Ich habe schließlich Zeit gewonnen, um dabei zum Beispiel ein Buch zu lesen. Am liebsten höre ich Fremden bei ihren Gesprächen zu. Ich stelle nämlich immer wieder fest, dass mein Leben bis jetzt wirklich gut verlaufen ist, und das, obwohl ich nur 125 Follower auf Instagram habe. Auch mein Bedürfnis, mich mit Leuten REAL zu unterhalten und zu treffen ist gestiegen. Also, wer ist jetzt derjenige, der sich ausgrenzt?

Heibel


Wenn Sie ein Musikinstrument spielen, sei es als Hobby oder professionell, sind Sie sicher schon auf die Idee gekommen, dass es schön wäre, ein Instrument selbst zu bauen. Ein einzigartiges Instrument, genau nach Ihrer Vorstellung. Aber ist es überhaupt möglich, dass es am Ende gut klingt und auch hält? Besonders, wenn man eher Musiker als Handwerker ist? Es ist aber machbar, davon hat mich Herr Heibel in seinem Laden für Zupfinstrumentenbau in Hachenburg überzeugt.

Herr Heibel, wie sind Sie auf die Idee gekommen, hier in Hachenburg auf der Fußgängerzone eine Werkstatt zu eröffnen?
Angefangen hat es als Hobby mit kleineren Reparaturen für mich und Bekannte. Nach und nach wuchs die Nachfrage und da sich bei mir auch beruflich etwas geändert hatte, war die Zeit reif, mich neu zu orientieren und es als Beruf zu machen. Eigentlich hatte ich mir für meine Werkstatt ein altes Fachwerkhaus vorgestellt. Als ich aber diesen Laden hier sah, war mir klar, hier baue ich mein Werkstatt auf. Es gibt ein großes Schaufenster und man kann mir bei der Arbeit zusehen; viele kommen rein.

Ein Schwerpunkt Ihrer Arbeit sind die Reparaturen, Sie bauen aber auch selbst Instrumente.
Mich interessieren vor allem die alten Instrumente. Ich möchte diese manchmal schon vergessenen Instrumente wieder zum Leben erwecken und etwas Ausgefallenes bauen. Gitarren werden industriell produziert und der Markt ist überfüllt. Sie kommen aus dem fernen Osten – damit kann man preislich nicht konkurrieren. Wir waren letzte Woche auf einer Messe und das Interessanteste am Stand war diese Drehleier. Ich hatte zwar auch Gitarren dabei, aber die Leier hatten die Leute laufend in der Hand, weil sie so etwas kaum noch kennen. Ich bekomme vom Germanischen Museum in Nürnberg Zeichnungen historischer Instrumente, die ich nachbauen möchte. Wie früher Instrumente gebaut wurden, ist eine spannende Geschichte.

Man kann bei Ihnen auch selbst ein Instrument bauen. Wie funktioniert das?
Wenn Sie zu mir kommen und möchten z.B. eine Gitarre bauen, dann können Sie auch ohne handwerkliches Geschick direkt loslegen. Sie bekommen von mir die einzelnen Schritte erklärt und dann arbeiten Sie daran. Wenn es knifflig wird, helfe ich gern, aber ansonsten kann man nach eigenen Vorstellungen bauen und gestalten. Für eine akustische Gitarre braucht man ungefähr 100 Arbeitsstunden. Das ist nicht wenig, aber man kann sich die Zeit frei einteilen und kommen, wenn man Zeit und Muse hat. Am Ende hat man ein Unikat – ein Instrument, das es nur ein Mal auf der Welt gibt.

Welche Instrumente kann man bei Ihnen bauen?
Saiteninstrumente wie Gitarren und Ukulelen, aber auch die historischen Instrumente wie Hackbrett oder Drehleier.

Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?
In Moment haben wir genug zu tun mit Reparaturen, Restaurierung und Neubau. Im nächsten Jahr möchten wir die ersten Workshops anbieten und planen kleine Werkstattkonzerte.

 

Impressum

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Locher Siefen 2
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