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IHR LANDSTYLE MAGAZIN

Kalender Windeck

     

     

Der Windeck Kalender 2019

Preis: 14,90 €
inkl. 19% MwSt.

Erleben Sie die Natur in ihrer ganzen Schönheit: vier Jahreszeiten im Windecker Ländchen im A3-Format.
12 Monate voller großformatiger Fotos von iMAG-Fotograf Jiri Hampl auf hochwertigem Kalenderpapier, ein modernes Kalendarium und überraschende Fotoperspektiven garantieren Monat für Monat neuen Bildgenuss auch über mehrere Jahre.

Erhältlich bei:
Buchhandlung Schlösser, Windeck-Rosbach
Tourismus Windecker Ländchen e.V., Windeck-Schladern
Buchhandlung Joest, Windeck-Dattenfeld
Windrose Buchhandlung, Eitorf

• Format 42x29 cm
• mit Foliendeckblatt & Deckblatt
• Papier in Bilderdruckqualität
• stabile Rückwand mit Drahtbindung
• in exklusiver Kleinserie gefertigt

Ledertaschen


Foto: Jiri Hampl

Ledertaschen vom Arche-Hof Windeck

 

Taschen aus Rindleder sind etwas Besonderes. Sie bestechen durch die Schönheit des Materials, Geschmeidigkeit, Haptik, ihre lange Haltbarkeit und Widerstandsfähigkeit. Zudem sind die Spuren der natürlichen Abnutzung keine Mängel, sondern gehören zum Charakter der Tasche.

Auf dem Markt gibt es unzählige Leder-taschen in allen Formen und Preisklassen. Taschen, die aus den Häuten eigener Rinder hergestellt und ausschließlich in Deutschland nachhaltig weiterverarbeitet werden, bevor sie als fertiges Produkt wieder zum Hof zurückfinden, gibt es jedoch nicht viele. Lisa Anschütz vom Arche-Hof in Windeck-Kohlberg war die Initiatorin dieser ungewöhnlichen Idee und hat im letzten Jahr eine Mustertasche, dieses Jahr bereits die erste Kollektion der eigenen Arche-Hof-Ledertaschenserie Agathe herausgebracht – in vier wunderschönen Farbnuancen und zeitlosem Design. Und prompt wurde die Mustertasche letztes Jahr mit dem Arca-Deli-Award der Schweizer SAVE Foundation prämiert, der Produkte von bedrohten Haustierrassen würdigt. Das war nach 2014 die zweite Auszeichnung für den Windecker Hof. Der Aspekt der Nachhaltigkeit bei der Taschenverarbeitung war für Lisa Anschütz keine Frage, vielmehr ein selbstverständlicher Ansatzpunkt, der sich durch ihr ganzes Leben zieht. „Unser Ausgangspunkt war immer, vom ganzen Tier alles zu verarbeiten. Wir schlachten jährlich acht bis zehn Rinder, das sind etwa 4 m² Häute pro Tier, also max. 40 m² Leder. Als vor fünf Jahren der damalige Abnehmer der Rinderhäute absprang, konnte ich mich nur schwer damit anfreunden, dass man so ein tolles Material wegwirft, aus dem man so gute Produkte machen kann,“ so die Reaktion der Landwirtin.

Die Ledertasche

Die Idee dazu reifte gut zwei Jahre. Zeit-los und elegant in der Form, vielfältig in der Funktionalität sollte die Tasche sein, sodass auch ein IT Tablet hineinpasst. Lisa Anschütz machte sich an die Produktentwicklung: „Ich überlegte, welche Hautstärke ich für eine Tasche brauche, was ich überhaupt will und was ich mir zutraue.“ Sie entwickelte ein Schnittmuster, entwarf zusammen mit einem Grafiker ein eigenes Logo und dachte über die Weiterverarbeitung nach. Die Häute der Glanrinder werden nach Runkel an der Lahn in die Gerberei von Gerbermeister Michael Beuleke gebracht, zu Leder verarbeitet und anschließend pflanzlich gegerbt. Danach werden aus dem Leder in einer kleinen Manufaktur in Burkhardtsdorf Taschen hergestellt. Für das Innenfutter nimmt man einen festen Baumwollstoff. Aus dem kleinen „Lederabfall“ lässt man Schlüsselanhänger, Lesezeichen und kleine Notizbüchlein nähen, die sich in jeder Tasche nützlich erweisen. Unter Lisas Regie entstehen neben eigenen Produkten aus selbstgesponnener Wolle noch Steppdecken, Kissen-Inletts, gewebte Tagesdecken und gehäkelte Körbe, die in Zusammenarbeit mit
einer Behindertenwerkstatt gefertigt werden. Die Handweberei einer Freundin fertigte in diesem Jahr einen Stoff aus handgesponnener Wolle der Bentheimer Schafe. Eine Schneiderin entwarf daraus eine individuelle Jacke, die in diesem Jahr den Arca-Deli-Award gewann. „Ich kann in meinem ganz kleinen bescheidenen Rahmen entscheiden, was ich mit dem Material mache; das ist sehr schön und interessant für mich“, sagt Lisa Anschütz strahlend. „Das fertige Produkt, das ganz individuell ist, macht mich glücklich.“

Der Arche-Hof Windeck

Lisa Anschütz betreibt mit ihrem Mann Karl-Josef Groß einen Bauernhof im Nebenerwerb, der seit 100 Jahren im Besitz der Familie Groß ist. Hier weiden auf 28 ha Fläche eine Mutterkuhherde mit Glanrindern sowie Bentheimer Landschafe, im Hühnerhof scharren Krüper-Hühner, im Stall schnattern die Puten. Sie alle werden direkt auf dem Hof im eigenen Schlachthaus geschlachtet und müssen keine leidvollen Transporte absolvieren. Vorher können sie aber ein artgerechtes Leben führen. Die beiden Bauern behandeln sie respektvoll und tun alles, damit es ihnen gut geht. Das Fleisch wird direkt vom Hof zu festgelegten Terminen vermarktet, genau wie die Zuchttiere, Eier oder Wolle. Der Hof ist einer der 100 Arche-Höfe in Deutschland, die vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen züchten und erhalten. Mit dieser Idee will man der Tatsache entgegentreten, dass alle zwei Wochen eine Nutztierrasse ausstirbt, die mit ihrem genetischen Erbe viel besser an Standort und Klima angepasst ist als die wenigen, aber zahlenmäßig stark vertretenen Hochleistungsrassen. „Wir haben als Bauern die Chance zu sagen: Ich weiß, woher das Tier kommt, auf welcher Weide es stand, wo das Ganze produziert wird. Und dass es zuvor ein gutes Leben hatte. Ich bin nicht bestrebt, alles nur billig zu machen“, sagt Lisa zum Abschied. (dh)

Arche-Hof Windeck, Eisenstr. 13,
51570 Windeck-Kohlberg,
Tel. 022 92 - 9514 07 

Kolumne Reise

Du kannst nur so viel
haben, wie du tragen kannst

Immer wieder höre ich, wie Menschen über ihre Arbeit und ihr Geld reden. Immer wieder höre ich, wie Menschen über Beziehungen und ihr Leben klagen. Jeden Tag der gleiche Alarmton des Weckers. Jeden Tag der gleiche Geschmack beim Frühstück. Jeden Tag die gleichen Schritte zur Arbeit. Jeden Tag die gleichen Menschen. Jeden Monat die gleiche Zahl auf dem Konto. Und es wird nicht mehr, auch nicht an Erfahrungen. Und es bleibt nichts übrig, auch nicht an Erinnerungen. Der Wirtschaft geht es gut damit, aber mir auch? 

Eigentlich geht es uns verdammt gut. Wir haben alles, was wir brauchen, und noch mehr: ein Dach über dem Kopf, eine große Auswahl an Lebensmitteln und materiellen Dingen, freie Bildung, Arbeit, Sozialleistungen, Frieden uvm. Und trotzdem sind viele unzufrieden. Etwas fehlt. Genau das, was Reisende erleben: Abenteuer, neue Eindrücke und das Gefühl, lebendig zu sein. 

Das Besondere beim Reisen ist, dass man tatsächlich mehr zu sich selbst findet. Man nimmt die Außenwelt, aber auch sich selbst viel intensiver wahr. Es kehrt mehr Ruhe und Gelassenheit ein, aber auch die Kraft, alles schaffen zu können. Nicht jede Situation ist angenehm und man kommt an seine Grenzen. Man verlässt seine Komfortzone und genau dadurch erlebt man Freude, Glück, Dankbarkeit, aber auch Trauer und Sehnsucht viel stärker. Jeden Tag lernt man neue Menschen kennen, die einen prägen und weiterbringen. Man lernt schnell, bei wem man sich wohlfühlt und wem man vertrauen kann und wem eben nicht. Viele Entscheidungen werden mit dem Bauch und nicht mit dem Kopf gefällt. Eine große Lehre fürs Leben, denn wenn uns eine Entscheidung glücklich macht, kann sie im Endeffekt nicht so falsch gewesen sein, oder? 

Außerdem trifft man auf fremde Kulturen, atemberaubende Landschaften und ungewöhnliche Tiere, die man nur aus Büchern kennt. Vor Ort lernt man das Leben anderer kennen und sieht, dass die Menschen, die wenig haben, oftmals die glücklicheren sind. Gleichzeitig schätzt man sein eigenes Leben mehr und einem wird bewusst, in was für einem „Luxus“ man lebt. Aber auch, auf was für einem wunderschönen Planeten. Denn kein Foto oder Video kann hergeben, wie es ist, wenn man zum ersten Mal in die Tiefe der Meere eintaucht, zum ersten Mal auf der Spitze eines Vulkans steht, oder zum ersten Mal mit wilden Tieren in Berührung kommt. Diese Bilder bleiben nicht auf der Kamera, sie bleiben im Kopf.

Der Entschluss, auf Reisen zu gehen, ist ein großer. Egal ob man für paar Monate, für ein Jahr oder für immer verreist – man muss auf  Einiges verzichten. Beim Reisen kann man nur so viel haben, wie man tragen kann. Und ist oft viel glücklicher damit. Und selbst wenn man feststellt, dass es nichts für einen ist, hat man einen großen Schritt gewagt und wird erkennen, dass es im Leben darauf ankommt, sich in erster Linie glücklich zu machen. Ich könnte hier noch viel mehr über das Reisen schreiben, aber am besten ist, man macht seine eigene Erfahrung. Es ist nicht so schwer, wie man es sich vorstellt. Das Einzige, was schwer werden kann, ist das Zurückkommen

von Janika Hampl

maro-Kochschule


maro Kochschule

Wir werden oft gefragt: „Kochschule? Ist das wie Unterricht?“ Und „Ich kann schon kochen, mache ich jeden Tag. Das ist bestimmt langweilig“ oder „Ich kann überhaupt nicht kochen, da blamiere ich mich bestimmt“, hören wir ebenso häufig.

„Kochschule“ ist vielleicht nicht die richtige Beschreibung für unser Kochevent. Gemeinsam kochen in einer gemütlichen, entspannten Atmosphäre, mit Gleichgesinnten einfach mal etwas Neues ausprobieren. Manchmal liegt der Schwerpunkt auf der Kochtechnik, den kleinen oder großen Kniffen, den besonderen Gerätschaften, die einem die Arbeit erleichtern. Manchmal verarbeiten und bearbeiten wir ausgesuchte Zutaten, um ein besonderes und außergewöhnliches Genusserlebnis zu erzielen und gerne gehen wir auch ungewöhnliche Wege.

Aber immer stehen der Spaß am gemeinsamen Erarbeiten der Genüsse und die Geselligkeit im Vordergrund. Unsere Kochtermine haben jedes Mal ein anderes Thema, z.B.: Abend für den Fleischliebhaber, Ganz/s anders, Kölsche Tapas und Fingerfood, Schnelle Alltagsküche, Wilde Zeit…

Immer kochen wir mehrere Gänge, die wir dann gemeinsam an einer großen Tafel verspeisen. Und meistens sitzen wir hinterher noch gemütlich bei einem Absacker oder Espresso zusammen und lassen den Abend mit Küchengeschichten ausklingen.

Marcus Zimmermann

www.maro-einbaukuechen.de