Neuseeland

Neuseeland Gisborne

Die Maori sind die Ureinwohner Neuseelands. Wann genau sie dorthin kamen, ist unklar. Man weiß aber, dass es zwischen dem 8. und 14. Jahrhundert war und sie in Kanus aus Polynesien anlandeten. Bis heute wird darüber spekuliert, in welchem Land ihre Wurzeln liegen. Wissenschaftler vermuten, dass sie von ostasiatischen Inseln wie Taiwan stammen. Die Maori selbst sehen ihren Ursprung in dem mythischen Land Hawaiki.

Anfangs lebten die Maori zusammen mit ihren Familien (whanau) in kleinen Gruppen, die sich mit der Zeit vergrößerten, während sich die „hapu“, die politische Einheit und soziale Struktur ihrer Gesellschaft bildete. Neuseeland hatte viele Ressourcen, doch als sie allmählich ausgingen, fingen die verschiedenen Stämme an, sich zu bekämpfen. 

1642 betrat der niederländische Seefahrer Abel Tasman als erster Europäer die Südinsel und 1769 der Brite James Cook die Nord- und Südinsel. Danach kamen immer mehr Menschen, vor allem Briten, nach Neuseeland. Mit der Zeit kam es zu Kriegen zwischen Maori und Europäern, bis die Maori zum größten Teil enteignet wurden. Erst um 1960 gab es eine Wende: Sie wurden als politische Kraft anerkannt und bekamen 2008 eine Entschädigung. Inzwischen haben viele Maori den Bezug zu den alten Traditionen verloren, sind kriminell oder arm. Doch es gibt junge Menschen, die sich bemühen, alles wieder aufzubauen. Sogar Schulen lehren die Sprache, die Kultur und den Kapa Haka (einen Tanz), und im Gegensatz zu anderen Minderheiten erfahren die Maori heute wieder mehr Toleranz.

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