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Piemont

Das Land am Fuße der Berge

Piemont-Kirsche ist wahrscheinlich das Erste, was einem bei dem Namen Piemont spontan einfällt. Dabei ist der Name eine reine Erfindung der Firma Ferrero. Es gibt keine Piemont-Kirsche. Man kann in der Region zwar bestimmt auch Kirschbäume blühen sehen, aber die größten Schätze Piemonts sind der Wein und die gute Küche. Die Gegend ist ein wahres kulinarisches Paradies: weiße Alba-Trüffel, zarte Haselnuss-Schokolade, handgezogene Grissini und Tajarin – die piemontesische Variante der Tagliatelle. Und dazu gibt es die besten Tropfen Italiens, die Rotweine Barolo, Barbera und Barbaresco. Trotzdem bleibt Piemont von Touristenmassen unentdeckt und das tut dem Land und den Leuten auch gut. Die Touristen zieht es eher in die Toskana oder an den Gardasee, obwohl man in Piemont noch ein echtes Stück Italien erleben kann. Die sanften grünen Hügel der Langhe und des Monferrato und die Alpen im Norden laden zum Wandern ein. Es ist eine durch die Landwirtschaft geprägte ruhige Region, in der man gut essen, trinken und leben kann. Dabei war es nicht immer so, im 10. Jahrhundert litt die Bevölkerung unter den Beutezügen der Sarazenen. Im Mittelalter wurde das Land ein Spielball zwischen Frankreich und Habsburgen. Auch später erlebte die Region immer wieder unruhige Zeiten. Heute zählt Piemont zu den reichsten Gegenden Italiens. Einige der wichtigsten italienischen Unternehmen haben hier ihren Sitz, darunter die Automobilhersteller Fiat und Lancia (beide in Turin), der Nahrungsmittelhersteller Ferrero in Alba und das Elektronikunternehmen Olivetti. Hinzu kommt die Landwirtschaft mit tausenden kleinen Wein- und Käseproduzenten, es werden hier Reis (30% des europäischen Anbaus), Haselnüsse und Obst angebaut.

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Text I Foto: Jiri Hampl

 

 

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