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Schmuck aus dem 3D-Lasermetalldrucker

Betritt man die Verkaufsräume von deingold in Wölmersen, fällt einem direkt das hochwertige und klar strukturierte Interieur ins Auge. In großen Vitrinen befindet sich eine wunderbare Auswahl an Schmuckstücken, die zum näheren Hinsehe…vom Hobby zum Beruf

Brigitte Müller hat sich das Goldschmie-den als Ausgleich zu ihrer Tätigkeit als Geschäftsführerin im Bereich der Maschinenherstellung selber beigebracht. Vor einiger Zeit hat sie sich dazu entschlossen, dieses Hobby zum Beruf zu machen. Während sie sich anfangs ausschließlich mit klassischen Goldschmiedearbeiten beschäftigt hat, wuchs mit der Zeit die Idee, moderne Fertigungsverfahren für die Schmuckherstellung zu verwenden. Aufgrund der beinahe grenzenlosen Möglichkeiten fiel die Wahl auf den 3D-Lasermetalldruck. Um diese Technik  für die Schmuckherstellung anwenden zu können, war eine umfangreiche Grundlagenforschung im hauseigenen Labor notwendig. 

Team

Unterstützung bekommt die Schmuck-designerin von ihrem Familienteam. Ehemann Heinrich Müller ist für die technische Umsetzung zuständig. Neben der Zeichnung der Designideen als 3D-Modell am Computer kümmert er sich auch um die Fertigungsprozesse. Tochter Eva ist als Gemmologin im hauseigenen Labor für die Prüfung der verwendeten Edelsteine zuständig. Sie kontrolliert die Steine auf Echtheit, Qualität und Reinheit. Familie Müller legt besonderen Wert darauf, dass die Steine hochwertig, naturbelassen und zertifiziert sind. Unterstützt wird das Trio beim Marketing durch Tochter Ruth. 

…von der Idee bis zum Schmuckstück

Ausgangspunkt für einen Design-entwurf ist wie beim klassischen Goldschmiedehandwerk die Kreativität. Nachdem Frau Müller ihre Idee zu Papier gebracht hat, konstruiert Heinrich Müller das 3D-Modell am Computer. Anschließend wird das Objekt gedruckt. Feiner Goldstaub und winzige Lichtpunkte verschmelzen dabei in tausenden Schichten und werden zu einem Schmuckstück. Der Prozess des Druckens dauert je nach Komplexität bis zu 12 Stunden. Nach dem Druck ist eine umfangreiche Nachbearbeitung erforderlich. Hinzu kommt das Fassen der Edelsteine. 

Die Kollektionen

Bestimmt werden die Kollektionen durch klare Strukturen. Sie erinnern an die zeitlose Eisen-Stahl-Architektur der Gründerzeit. 

Jede Kollektion hat ihre Besonderheit:

Frauenmantel ist inspiriert durch die gleichnamige Blume, deren Blätter so wunderbar im Morgentau anzusehen sind. Die Strukturen lassen sich im Schmuck wiedererkennen. 

Durch die besondere Art der Fassung der Edelsteine kommen diese bei den Schmuckstücken der Kollektion Parabel besonders zur Geltung. Durch die Öffnung an den Seiten der Ringe gelangt das Licht auch von unten an die Steine, was zu einem besonders brillantem Funkeln führt. 

Jasmin und Labyrinth zeichnen sich durch immens feine Linien aus. Diese filigrane Arbeit ist eine Besonderheit des 3D-Druckes.  Einige Ringe dieser Kollektionen können miteinander kombiniert werden, was einen ganz besonderen Effekt erzielt. 

Bei Duo sind zwei Teile fest miteinander verbunden zu einem Ring gearbeitet. Diese Schmuckstücke sind auch für Männer erhältlich und eignen sich zudem auch als Eheringe.

Die Kollektion mit dem Namen Dom enthält besondere Ringe. Frau Müller hat sich die durchdachte Ringfassung patentieren lassen. 

Das Ohrringsystem bietet den Kundin-nen eine Vielzahl an Kombinations-möglichkeiten, ebenso wie das Creolen-system. Die Anhänger und Stecker
können beliebig miteinander kombiniert werden. 

Besonders ist, dass durch die Technik des 3D-Druckes jedes Schmuckstück individuell an die Kunden angepasst werden kann. Familie Müller setzt auf Exklusivität und Nachhaltigkeit. Beim 3D-Druck geht keinerlei Material verloren. Gold ist ein wertbeständiges Naturmaterial. Durch den Vorrat an exklusiven Edelsteinen kann individuell auf Kundenwünsche eingegangen werden. In Zukunft sollen Beratungen hauptsächlich nach Terminabsprache erfolgen, damit für jeden Kunden genug Zeit vorhanden ist.

deingold präsentiert ihre Kollektionen  bei LadyChic & More in Wissen am Samstag, den 30.11. von 9 - 18 Uhr

 

Text: Lena Albrecht I Fotos: Deingold

 

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